Imagefilm oder Erklärvideo: Welches Format passt zu welchem Ziel?

Imagefilm und Unternehmensvideo  |  11
Timo Pfeifle
Équipe de production vidéo comparant un film institutionnel et une vidéo explicative sur deux écrans.

Zwei Videoformate, zwei unterschiedliche Aufgaben

Unternehmen stehen bei der Videoproduktion häufig vor einer Grundsatzfrage: Soll ein Imagefilm die Marke, die Menschen und die Arbeitsweise sichtbar machen oder soll ein Erklärvideo ein konkretes Angebot verständlich darstellen? Beide Formate gehören zum Bewegtbild, verfolgen aber unterschiedliche Kommunikationsziele.

Ein Imagefilm arbeitet vor allem mit Atmosphäre, Identität und Vertrauen. Er soll ein Unternehmen als Ganzes vermitteln und einen Eindruck davon geben, wofür es steht. Ein Erklärvideo konzentriert sich dagegen auf eine bestimmte Frage: Wie funktioniert ein Produkt, ein Prozess oder eine Dienstleistung?

Die Entscheidung sollte deshalb nicht am persönlichen Geschmack oder an einzelnen Stilvorlieben hängen. Maßgeblich sind das Ziel der Kommunikation, die Situation der Zielgruppe und der nächste gewünschte Schritt. Wer diese drei Punkte vor der Produktion klärt, kann Inhalt, Länge, Bildsprache und Veröffentlichungsort deutlich präziser planen.

Was einen Imagefilm auszeichnet

Ein Imagefilm ist ein Unternehmensporträt in audiovisueller Form. Er kann die Geschichte, die Haltung, die Leistungen, die Arbeitsumgebung und die Menschen hinter einer Organisation verbinden. Anders als ein klassischer Werbespot muss er nicht zwingend ein einzelnes Angebot mit einem direkten Kaufaufruf bewerben.

Typische Bestandteile sind:

  • eine kurze Einführung in die Tätigkeit oder das Selbstverständnis,
  • authentische Einblicke in Arbeitsabläufe, Räume oder Projekte,
  • Interviews mit Beschäftigten oder verantwortlichen Personen,
  • Bilder von Produkten, Dienstleistungen und Kundensituationen,
  • eine Aussage darüber, welchen Nutzen oder welche Haltung die Organisation vermitteln möchte.

Das Format eignet sich besonders, wenn Vertrauen, Bekanntheit oder Arbeitgeberattraktivität aufgebaut werden sollen. Auch bei erklärungsbedürftigen B2B-Angeboten kann ein Imagefilm sinnvoll sein, wenn zunächst die Kompetenz und die Arbeitsweise verständlich werden müssen.

Seine Wirkung entsteht meist nicht durch eine möglichst große Zahl an Informationen. Entscheidend ist eine erkennbare Perspektive. Ein Film, der alle Leistungen gleich ausführlich aufzählt, wirkt schnell wie eine vertonte Unternehmensbroschüre. Besser ist eine zentrale Leitidee, die sich durch Bildauswahl, Dramaturgie und Sprache zieht.

Was ein Erklärvideo leistet

Ein Erklärvideo reduziert Komplexität. Es beantwortet eine klar abgegrenzte Frage und führt die Zuschauerinnen und Zuschauer möglichst geradlinig zu einem Verständnis des Themas. Das kann durch Animation, Illustrationen, Bildschirmaufnahmen, reale Aufnahmen oder eine Kombination dieser Mittel geschehen.

Geeignete Einsatzgebiete sind zum Beispiel:

  • die Funktionsweise eines digitalen Produkts,
  • ein mehrstufiger Ablauf bei einer Dienstleistung,
  • die Nutzung einer Software oder eines Kundenportals,
  • technische Zusammenhänge bei Maschinen und Anlagen,
  • Hinweise zur Einrichtung, Wartung oder Anwendung,
  • interne Schulungen und die Einarbeitung neuer Beschäftigter.

Das Erklärvideo beginnt idealerweise mit dem Problem oder der Frage der Zielgruppe. Anschließend werden die wichtigsten Zusammenhänge geordnet erklärt. Am Ende steht eine konkrete Handlungsaufforderung, etwa die Kontaktaufnahme, die Registrierung, der Download einer Anleitung oder die Nutzung eines bestimmten Produktschritts.

Eine aufwendige Animation ist nicht automatisch besser. Wenn reale Bilder einen Ablauf präziser zeigen, kann eine dokumentarische oder screencastbasierte Umsetzung geeigneter sein. Umgekehrt lassen sich unsichtbare Prozesse, Datenflüsse oder technische Prinzipien häufig mit Animation verständlicher darstellen als mit Realaufnahmen.

Imagefilm und Erklärvideo im direkten Vergleich

KriteriumImagefilmErklärvideo
HauptzielVertrauen, Identität und Wahrnehmung aufbauenEin Produkt, einen Ablauf oder ein Prinzip verständlich machen
Typische LeitfrageWer sind wir und wofür stehen wir?Wie funktioniert das und welchen Nutzen hat es?
InhaltUnternehmen, Menschen, Werte, Leistungen und ArbeitsweiseEin klar abgegrenztes Thema oder eine konkrete Nutzerfrage
BildspracheRealaufnahmen, Interviews, Atmosphäre und SituationenAnimation, Illustrationen, Screencast oder gezielte Realaufnahmen
Geeignete PhaseOrientierung, Vertrauensbildung und ArbeitgeberkommunikationVerständnis, Entscheidung, Anwendung oder Schulung
Wichtige KennzahlQualitative Rückmeldungen, passende Bewerbungen oder qualifizierte KontakteVerständnis, Nutzung, Klicks, Anfragen oder Abschluss des gewünschten Schritts

Die Grenzen sind nicht vollkommen starr. Ein Imagefilm kann erklärende Passagen enthalten, und ein Erklärvideo kann Elemente der Markenkommunikation aufnehmen. Trotzdem sollte ein Film eine dominante Aufgabe haben. Je klarer diese Aufgabe definiert ist, desto leichter lassen sich Konzept und Erfolgskontrolle entwickeln.

Welches Format passt zu welchem Kommunikationsziel?

Bekanntheit und Markenprofil

Wenn eine Organisation noch wenig bekannt ist oder ihr Profil schärfen möchte, spricht vieles für einen Imagefilm. Er kann zeigen, welche Themen, Menschen und Arbeitsweisen die Organisation prägen. Für eine glaubwürdige Wirkung sollte die Darstellung mit der tatsächlichen Außenwahrnehmung und dem Alltag übereinstimmen. Allgemeine Werbeformeln ersetzen keine konkreten Bilder.

Produktverständnis und Kaufentscheidung

Bei einem erklärungsbedürftigen Produkt ist ein Erklärvideo häufig die passendere Wahl. Interessierte Personen suchen in dieser Phase keine vollständige Unternehmensgeschichte, sondern Antworten auf konkrete Fragen. Ein klar strukturierter Film kann den Nutzen, die Funktionsweise und die nächsten Schritte in kurzer Form zusammenführen.

Rekrutierung und Arbeitgeberkommunikation

Für die Gewinnung von Mitarbeitenden kann ein Imagefilm Einblicke in Arbeitsplätze, Aufgaben und Zusammenarbeit geben. Allerdings sollte er nicht nur schöne Räume und gestellte Szenen zeigen. Bewerberinnen und Bewerber benötigen auch Informationen über Tätigkeiten, Erwartungen und den Bewerbungsprozess. Wenn ein bestimmter Ablauf, etwa ein digitales Bewerbungsverfahren, erklärt werden soll, kann ein ergänzendes Erklärvideo sinnvoll sein.

Onboarding und interne Kommunikation

Für wiederkehrende Prozesse im Unternehmen eignet sich ein Erklärvideo oft besser. Es kann unabhängig von einem Termin angesehen und bei Bedarf erneut aufgerufen werden. Bei internen Inhalten sind Aktualisierbarkeit, Zugriffsrechte und der Schutz vertraulicher Informationen besonders zu beachten.

Vertrauen bei komplexen B2B-Leistungen

Bei Beratungs-, Technologie- oder Industrieleistungen kann eine Kombination sinnvoll sein. Ein kurzer Imagefilm schafft zunächst einen Eindruck von Kompetenz und Arbeitsweise. Ein oder mehrere thematisch präzise Erklärvideos beantworten danach die Fragen einzelner Zielgruppen. Die Filme sollten jedoch nicht dieselbe Aussage wiederholen.

Die Zielgruppe vor der Produktion präzise beschreiben

Ein Video für bestehende Kundschaft erfüllt eine andere Aufgabe als ein Video für Bewerberinnen, Einkäufer oder technische Anwender. Vor dem Dreh oder der Animation sollten deshalb mindestens folgende Fragen schriftlich beantwortet werden:

  1. Wer soll den Film sehen und welches Vorwissen ist vorhanden?
  2. In welcher Situation wird das Video angesehen, etwa auf einer Website, bei einer Präsentation, im Vertrieb oder während einer Schulung?
  3. Welche Unsicherheit, welches Problem oder welches Informationsbedürfnis soll der Film aufgreifen?
  4. Welche Aussage soll nach dem Ansehen erinnert werden?
  5. Welche konkrete Handlung soll anschließend erfolgen?

Eine hilfreiche Methode ist die Formulierung eines Ein-Satz-Briefings. Für einen Imagefilm könnte es lauten: „Der Film soll potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern zeigen, wie Zusammenarbeit und Aufgaben im Unternehmen tatsächlich aussehen.“ Für ein Erklärvideo: „Der Film soll neuen Nutzerinnen und Nutzern zeigen, wie sie den ersten Prozessschritt in der Anwendung ausführen.“

Wenn sich die Zielgruppe nicht in einem Satz beschreiben lässt, ist das Konzept wahrscheinlich noch zu breit. Mehrere Zielgruppen können unterschiedliche Versionen benötigen, statt in einem überladenen Film gleichzeitig angesprochen zu werden.

Konzept und Dramaturgie Schritt für Schritt entwickeln

Unabhängig vom Format beginnt die Produktion nicht mit der Kamera, sondern mit einer belastbaren inhaltlichen Grundlage.

  1. Ziel festlegen: Beschreiben Sie, welche Veränderung nach dem Film eintreten soll. „Mehr Aufmerksamkeit“ ist zu ungenau. „Interessierte sollen den Unterschied zwischen zwei Leistungsangeboten verstehen“ ist überprüfbarer.
  2. Kernaussage formulieren: Der Film sollte eine Hauptbotschaft und wenige unterstützende Aussagen haben. Jede zusätzliche Information benötigt eine inhaltliche Rechtfertigung.
  3. Material sammeln: Prüfen Sie vorhandene Produktinformationen, interne Abläufe, Bildrechte, Markenrichtlinien und technische Daten. Widersprüchliche Angaben sollten vor dem Schreiben des Drehbuchs geklärt werden.
  4. Dramaturgie entwerfen: Ein Imagefilm kann mit einer Situation, einer Frage oder einem charakteristischen Bild beginnen. Ein Erklärvideo startet häufig mit einem Problem, erklärt die Lösung und endet mit dem nächsten Schritt.
  5. Sprechertext und Bild planen: Jede Aussage sollte durch ein passendes Bild unterstützt werden. Eine bloße Bebilderung des gesprochenen Textes führt oft zu einem monotonen Ergebnis.
  6. Abnahme organisieren: Legen Sie fest, wer fachlich, rechtlich und markenbezogen prüft. Zu viele unkoordinierte Änderungsrunden erhöhen den Aufwand und verwässern die Aussage.

Länge, Format und Veröffentlichungsort richtig planen

Eine feste Ideallänge gibt es nicht. Sie hängt von Thema, Zielgruppe, Nutzungssituation und Informationsdichte ab. Ein kurzer Film kann eine klare Botschaft wirkungsvoll vermitteln, während ein komplexer Prozess mehr Zeit oder mehrere einzelne Videos benötigt.

Für die Planung sind folgende Fragen wichtiger als eine pauschale Minutenangabe:

  • Wird der Film auf einer Startseite, in einem Verkaufsgespräch oder in einer Schulung eingesetzt?
  • Beginnt die Wiedergabe automatisch oder entscheidet das Publikum bewusst, den Film anzusehen?
  • Muss der Inhalt ohne Ton verständlich sein?
  • Wird das Video überwiegend auf Mobilgeräten betrachtet?
  • Soll der Film später in mehrere kurze Ausschnitte aufgeteilt werden?

Untertitel sollten nicht erst nachträglich bedacht werden. Sie verbessern die Zugänglichkeit und ermöglichen die Nutzung in Situationen, in denen kein Ton abgespielt werden kann. Zusätzlich sollten wichtige Informationen nicht ausschließlich über Farbe, Musik oder gesprochene Hinweise vermittelt werden. Für öffentliche digitale Angebote können je nach Betreiber und Anwendungsfall rechtliche Anforderungen an Barrierefreiheit gelten. Eine fachkundige Prüfung ist daher sinnvoll.

Technisch sollten Seitenverhältnisse, Auflösung, Dateigröße und Varianten für verschiedene Plattformen frühzeitig abgestimmt werden. Ein horizontaler Film lässt sich nicht immer ohne Qualitätsverlust in eine quadratische oder hochformatige Version umwandeln. Diese Anpassungen gehören in die Produktionsplanung und nicht erst in die Veröffentlichung.

Budget und Aufwand realistisch einschätzen

Die Kosten eines Films entstehen nicht nur durch Drehtage oder Animationszeit. Wesentliche Aufwandstreiber sind Konzeptentwicklung, Recherche, Drehbuch, Sprecheraufnahme, Drehorte, Darstellerinnen und Darsteller, Reisekosten, Musik- und Bildrechte, Animation, Schnitt, Korrekturschleifen, Untertitel sowie die Erstellung mehrerer Ausspielversionen.

Beim Imagefilm kann der Dreh an realen Arbeitsplätzen organisatorisch anspruchsvoll sein. Produktionsabläufe müssen möglicherweise unterbrochen, Sicherheitsvorgaben berücksichtigt und Einwilligungen eingeholt werden. Beim Erklärvideo liegt der Aufwand häufig stärker in der fachlichen Vereinfachung, der visuellen Konzeption und der Abstimmung von Animation und Sprechertext.

Ein belastbares Briefing sollte daher festhalten:

  • den geplanten Einsatzort und die benötigten Formate,
  • die Zahl der Drehorte oder Animationsszenen,
  • die erforderlichen Sprachversionen und Untertitel,
  • den Umfang der Abstimmung und die Zahl der Korrekturschleifen,
  • die Nutzungsrechte für Musik, Fotos, Grafiken und Aufnahmen von Personen.

Eine kleinere Produktion mit klarer Botschaft kann geeigneter sein als ein aufwendig produzierter Film, der zu viele Ziele gleichzeitig verfolgt. Entscheidend ist die Passung zwischen Aufwand und Kommunikationsaufgabe.

Rechtliche und organisatorische Punkte nicht nachträglich klären

Bei Aufnahmen von Beschäftigten, Kundinnen, Kunden oder anderen Personen sollte vor der Veröffentlichung geklärt werden, auf welcher Grundlage die Aufnahmen verwendet werden dürfen. Einwilligungen müssen zum geplanten Zweck und zu den vorgesehenen Veröffentlichungsorten passen. Auch bei Aufnahmen in Geschäftsräumen können Eigentums-, Haus- oder Datenschutzfragen eine Rolle spielen.

Musik, Fotos, Schriften, Illustrationen und fremde Marken dürfen nicht ohne passende Nutzungsrechte eingesetzt werden. Bei Produktdarstellungen ist außerdem zu prüfen, ob technische Angaben, Leistungsversprechen oder Vergleichsaussagen belegbar und aktuell sind. Rechtliche Anforderungen können je nach Inhalt, Zielgruppe und Veröffentlichungsort unterschiedlich ausfallen.

Für besonders sensible Themen, etwa Gesundheit, Finanzen, Beschäftigtendaten oder sicherheitsrelevante Anleitungen, sollte die fachliche und rechtliche Prüfung vor der Veröffentlichung eingeplant werden. Die redaktionelle Planung ersetzt keine Rechtsberatung.

Erfolg messen, ohne nur auf Aufrufzahlen zu schauen

Die passende Erfolgskontrolle folgt aus dem Ziel des Films. Bei einem Imagefilm können qualitative Rückmeldungen, passende Bewerbungen, Verweildauer auf einer Karriereseite oder die Zahl qualifizierter Kontaktanfragen relevante Hinweise geben. Bei einem Erklärvideo sind beispielsweise abgeschlossene Registrierungsschritte, weniger wiederkehrende Supportfragen, die Nutzung einer Funktion oder Ergebnisse eines kurzen Verständnistests aussagekräftiger.

Vor der Veröffentlichung sollte eine einfache Messlogik festgelegt werden:

  1. Welche Handlung oder welches Verständnis soll erreicht werden?
  2. Welcher beobachtbare Hinweis zeigt, dass dies teilweise oder vollständig gelingt?
  3. Über welchen Zeitraum wird die Nutzung betrachtet?
  4. Welche qualitativen Rückmeldungen ergänzen die Kennzahlen?

Eine hohe Zahl an Aufrufen zeigt zunächst nur, dass ein Video gestartet wurde. Sie sagt nicht automatisch, ob die Botschaft verstanden wurde oder ob daraus eine sinnvolle Handlung entstanden ist. Ebenso kann ein kurzer Film mit begrenzter Reichweite für eine kleine, klar definierte Zielgruppe sehr nützlich sein.

Entscheidungshilfe für die Praxis

Für eine schnelle Vorauswahl können Verantwortliche die folgenden Fragen nutzen:

  • Steht die Identität der Organisation im Mittelpunkt? Dann ist ein Imagefilm wahrscheinlich näher am Ziel.
  • Soll ein konkreter Ablauf oder ein Produkt verständlich werden? Dann spricht vieles für ein Erklärvideo.
  • Gibt es mehrere unterschiedliche Informationsbedürfnisse? Dann sind mehrere kurze Filme oft sinnvoller als ein einziger Film.
  • Soll Vertrauen entstehen und anschließend eine Funktion erklärt werden? Dann kann eine abgestimmte Kombination aus Imagefilm und Erklärvideo passen.
  • Ist der Inhalt schnell veraltet? Dann sollte die Produktion modular und leicht aktualisierbar angelegt werden.

Die wichtigste Entscheidung lautet nicht „Realfilm oder Animation?“, sondern „Welche Aufgabe soll das Video erfüllen?“. Erst danach folgen Fragen zur Gestaltung. Ein glaubwürdiger Imagefilm braucht eine klare Perspektive und reale Substanz. Ein gutes Erklärvideo braucht eine präzise Fragestellung, eine nachvollziehbare Struktur und eine konkrete Handlungsoption.

FAQ: Häufige Fragen zu Imagefilm und Erklärvideo

Kann ein Imagefilm zugleich ein Erklärvideo sein?

Er kann erklärende Elemente enthalten, sollte aber eine klare Hauptaufgabe behalten. Wenn Unternehmensvorstellung und Produktanleitung gleich viel Raum beanspruchen, kann die zentrale Aussage für beide Zielgruppen unklar werden. Häufig ist eine Aufteilung in einen übergreifenden Imagefilm und kurze thematische Erklärvideos übersichtlicher.

Ist Animation grundsätzlich besser für komplizierte Themen?

Animation eignet sich gut für unsichtbare Abläufe, abstrakte Zusammenhänge und digitale Prozesse. Reale Aufnahmen sind jedoch sinnvoll, wenn die tatsächliche Nutzung, ein Arbeitsbereich oder eine konkrete Handlung gezeigt werden soll. Die Methode sollte dem Verständnis dienen, nicht nur dekorativ wirken.

Wie viele Aussagen sollte ein Video enthalten?

Eine allgemein gültige Zahl gibt es nicht. In der Praxis sollte jede Aussage auf das festgelegte Ziel einzahlen. Wenn sich Zielgruppen, Themen oder Handlungsaufforderungen stark unterscheiden, ist eine Aufteilung in mehrere Videos meist klarer als eine vollständige Zusammenfassung.

Wann lohnt sich eine Serie statt eines einzelnen Films?

Eine Serie kann sinnvoll sein, wenn regelmäßig ähnliche Fragen auftreten, verschiedene Zielgruppen angesprochen werden oder Inhalte häufig aktualisiert werden müssen. Dafür sollten die einzelnen Folgen ein einheitliches Gestaltungssystem und jeweils ein klar abgegrenztes Thema haben.

Was sollte vor der Beauftragung feststehen?

Mindestens Zielgruppe, Kommunikationsziel, Kernaussage, Veröffentlichungsorte, gewünschte Formate, Verantwortlichkeiten bei der Abnahme und der Umgang mit Nutzungsrechten. Ein präzises Briefing erleichtert die Aufwandsschätzung und reduziert spätere inhaltliche Korrekturen.

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